Romantische Tage in Ochtrup

Autor: Florian Schütz — Dienstag, 29. November 2005 um 13:36 Uhr

Fondue mit Freunden, ein Abend am Kamin, Kuscheln bei Kerzenlicht… Klingt das nicht romantisch?

Nun, ganz so romantisch und auch langsam nicht mehr lustig finden das derzeit wohl die Bewohner von Ochtrup, die seit Tagen ohne Strom leben müssen. Kürzere Stromausfälle kann jeder von uns wohl problemlos überbrücken, wenn’s nicht länger als 2-3 Stunden geht, stört das nicht mal den Kühlschrank wirklich. Aber mehrere Tage? Das ist wirklich hart, so sehr ist man heute doch auf Strom angewiesen.

Als an Weihnachten 1999 der Orkan Lothar über Süddeutschland wütete, habe ich zuletzt mitbekommen, was ein größerer Stromausfall so für Auswirkungen haben kann. Wir hatten zwar „nur“ 4-5 Stunden keinen Strom, doch ist das einigermaßen unangenehm, wenn man eigentlich gerade das Weihnachtsessen machen möchte. Der Braten war schon im Ofen und selbiger auch warm. So konnte der Braten einfach etwas länger im abkühlenden Ofen schmoren. Doch die restlichen Sachen mussten wir etwas abwandeln. Die Knödel haben wir auf einem Campinggaskocher gemacht, der vom letzten Campingurlaub noch übrig war, die anderen Beilagen gab’s entweder kalt oder eben gar nicht. So bei Kerzenschein war das an sich schon ganz nett. Am nächsten Arbeitstag haben wir erstmal unsere Kerzenvorräte auffrischen müssen.

Aber zurück zum Münsterland: dort muss ja wirklich allerhand los sein, ganze Städte ohne Strom, wann gab’s sowas denn für mehr als einige Stunden in Deutschland… Ringleitungen haben eben doch ihre Vorteile, dort hat RWE leider nur Stichleitungen zu den einzelnen Orten, das rächt sich irgendwann. Eine Leitung geht schon mal kaputt, bei zweien ist die Wahrscheinlichkeit schon geringer. Vielleicht lernt man ja daraus.

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