Freund und Helfer?

Autor: Florian Schütz — Dienstag, 28. August 2007 um 22:13 Uhr

Die Polizei – dein Freund und Helfer

Diesen Spruch kennt wohl jedes Kind. In den letzten Tagen habe ich – wenn auch immer indirekt – einige Male an diesem Satz gezweifelt.

Ich arbeite ja in der Nähe des Isartors und damit sehr zentral in München. Parken ist dort ein Glücksspiel, die wenigen vorhandenen Parkplätze in der eigentlich für Parken an dieser Stelle viel zu schmalen Marienstraße sind quasi immer belegt. Oft jedoch ohne Parkschein oder bei überschrittener Parkzeit. Na ja, egal. Direkt gegenüber befindet sich für ca. 7 Meter ein Halteverbot, damit man aus der Tiefgarage des Hauses einigermaßen ohne rangieren auf die Straße kommt. Das ist auch der Grund, warum die schmale Marienstraße hier am Lueg ins Land keine Einbahnstraße ist – sonst käme man nämlich nur mit 3-4 Korrekturzügen raus.
Na ja, dieses Halteverbot ist regelmäßig zugeparkt, häufig von einem weißen Audi mit dem Kennzeichen „M – RM xyz“. Der Kenner hat es gleich erkannt, RM steht für „Rekordmeister“ – dieses Fahrzeug gehört einem Spieler des FC Bayern München. Die Strafzettel dürften ihn nicht sonderlich interessieren, nur versperrt er uns die Ausfahrt. Ich hab allerdings noch nie gesehen, dass einer davon einen Strafzettel bekommen hätte oder gar abgeschleppt wurde.
Strafzettel kriegt nur mein Chef, weil er an einem Sonntag auf dem Gehweg ein paar Meter weiter stand, ohne irgendwen damit zu behindern. Heute waren die Parkaufsichten sogar zu dritt angerückt, um einem Kollegen einen Strafzettel zu geben, der seine Parkzeit überschritten hatte. Stellenweise kann ich es da wirklich nicht ganz nachvollziehen, nach welchem Schema da Strafzettel verteilt werden, bei offener Bürotür und einem Auto direkt vor derselben liegt es immerhin nahe, dass es jemand von dort drin ist. Man hätte ja mal nachfragen können…

Ungefragt reingekommen ist heute Vormittag jedenfalls ein anderer Polizist. Ohne Vorstellung und Begrüßung kam er rein, grad dass er vor seinem „Ich suche einen Temposünder“ nicht noch „Hände hoch!“ gesagt hat. Da er zudem noch falsch war bei uns, hat ihn mein Chef rausbefördert und den Türschnapper hinter ihm zugemacht. Mit der kleinen Frage „Grüß Gott, darf ich herein kommen?“ hätte er die Lage bestimmt nicht verschlechtert…

Ich könnte jetzt auch noch was über die GEZ schreiben, aber das lass ich mal lieber bleiben. Ich hab eh schon wieder zu viel geschrieben 🙂

Immerhin sind bei mir heute keine Leute mit seltsamen Suchausdrücken gelandet, wie das beim lieben Stadtneurotiker wohl der Fall war. Das hatte ich aber auch schon, da wundert man sich teilweise, in welchem Zusammenhang man diese Wörter je erwähnt hat. „Ist Jürgen Möllemann schwul?“ oder „Wer kennt George Bush?“ sind nur zwei solcher Suchausdrücke, die mich immer wieder zum Schmunzeln bringen. Ach ja, ich denke, ich kann beide Fragen verneinen 🙂

2 Kommentare zu “Freund und Helfer?”

  1. Stadtneurotiker sagt:

    Ich überlege gerade, welcher RM am Isartor regelmäßig verkehrt oder gar wohnt. OK zieht ja das P1 vor, was für Lauffaule nicht gerade in dessen Einzugsgebiet liegt.
    Aber wirklich schlimm ist die UG-Heimsuchung… 😉

  2. FloSch sagt:

    Also den Namen schreib ich hier besser nicht rein, da man sonst mit „Polizei $Spielername“ das in Google findet… Aber wenn man seinem Namen glaubt, kann er sowohl gut rennen als auch singen… Aber eigentlich soll er ja den Kasten sauberhalten, wenn’s der Olli mal nicht mehr macht.
    Mein Chef hat ihm mal drei Autoggramme abgeschwatzt, als er da mal wieder im Halteverbot stand 🙂


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