Ein Osterfeuer und ein Hufeisen

Autor: Florian Schütz — Samstag, 19. April 2003 um 23:52 Uhr

So, jetzt melde ich mich mal wieder aus Ellenberg. über die Osterfeiertage bin ich zu meinen Eltern gefahren. Meine Mutter hat eh schon die ganze Zeit gefragt, wann ich denn wiederkomme, da bot sich Ostern recht gut an wegen der Feiertage. So hab ich mal wieder die Gelegenheit, die Familie etwas mehr zu sehen.

Außer der Familie hab ich heute auch noch das halbe Dorf getroffen bei der Entzündung des Osterfeuers. Vom Bürgermeister über den Feuerwehrkommandanten war wirklich alles vertreten. Nur der Pfarrer hat gefehlt. Seit ich hier nicht mehr wirklich wohne, kenn ich die Leute noch weniger, jedenfalls hab ich nur ne Handvoll Leute gekannt. Das ist schon blöd wenn man da die ganze Zeit rumsteht, deswegen bin ich auch nicht allzu lange geblieben.
Aber so ein Osterfeuer ist schon recht beindruckend, das war so ein 10Meter hoher Berg mit Ästen, Holz, Gestrüpp und anderen brennbaren Sachen. Nachdem das mal so richtig in Flammen stand, konnte man danicht näher als 10-15 Meter ran, das war einfach zu heiß. Ich hab auch einige Fotos davon gemacht, rechts ist eines davon zu sehen.

Gestern hab ich einen interessanten Fund gemacht, als ich mit meiner Mutter eine kleine Radtour durch die heimischen Wälder gemacht habe: ein Hufeisen! Na wenn das nicht Glück bringt… Ich weiß nur noch nicht so recht, was ich damit machen soll, wenn mir jemand sagen kann, was man mit einem Hufeisen genau machen muss, damit es besonders viel Glück bringt, schreibt mir! Auf dem Bild rechts sieht man mich zusammen mit meinem Fund.

Die letzten Wochen waren in meinem Weblog recht deutlich vom Irak-Krieg geprägt. Ich will dieses Thema jetzt nicht ganz ausklammern, aber da der Krieg wohl doch seinem Ende entgegen geht, werde ich wohl ab jetzt etwas weniger darauf eingehen.
Ein paar Punkte gibt es aber dennoch. Zum Beispiel diese Jessica Lynch.Diese 19-jährige Soldatin wurde im Krieg von den Irakern gefangen genommen und von den Amerikanern wenig später PR-trächtig wieder befreit. Mittlerweile melden sich Ärzte zu Wort, die diese Geschichte ein wenig anders darstellen. Danach wurde sie mit den bestmöglichen Mitteln medizinisch versorgt entgegen der Darstellung den Amerikaner, dass sie ohne medizinische Hilfe auskommen musste. Auch war die Befreiungwohl nicht wirklich ein Kampfakt. Aber na ja, gelungene Propaganda ist es allemal. Aber mal ganz unter uns: meiner Vermutung nach ist diese Jessica durch eigenes Verschulden in irakische Gefangenschaft geraten weil sie mit 19 Jahren einfach noch nicht reif genug war, um sich im Krieg wirklich wehren zu können. Und dass man jetzt aus ihr eine Heldin stilisiert, finde ich unmöglich. Und einen Film wollen sie über die Lebensgeschichte auch drehen, ist das nicht etwas übertrieben bei einer 19-Jährigen, die eigentlich kaum etwas gemacht hat? Na ja, Hollywood macht viele Filme…

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