Archiv für die ‘Verkehr’ Kategorie

Papst, Berlin und Studiengebühren

Donnerstag, 21. September 2006

Vieles gibt es aus den letzten Tagen seit meinem letzten Blog-Eintrag zu berichten. Da hab ich noch darüber philosophiert, ob ich den Papst irgendwie sehen werde oder nicht. Ich habe ihn gesehen. Sogar recht nah.

Papst im PapamobilIch bin am Sonntag der Papstmesse recht früh aufgestanden, um mir mal den angekündigten Trubel anzuschauen. Irgendwie hab ich ihn nicht so recht finden können. Ich hab zwar allerhand Bekannte getroffen, die entweder von ihrem Arbeitgeber zum Reisendenlenker verpflichtet wurden oder sich privat das ganze Spektakel mit einem Allzeit-Höchsteinsatz an Fahrzeugmaterial anzusehen, aber überfüllte S-Bahnen mit singenden Pendlermassen waren nicht auszumachen. Ich bin sogar ganz gemütlich bis zur Messestadt West mit der U-Bahn gefahren, wo mir dann irgendwie eine Eintrittskarte zum Gottesdienst angedreht wurde. Schon war ich drin. Na ja, so kommt man dann doch mal zum Papstgottesdienst 🙂

Danach bin ich dann nach Berlin gefahren, das kam auch etwas überraschend.
SiegerbildIch hab mit einem Bild (siehe rechts) beim Wikipedia Bilderwettbewerb in der Kategorie Architektur den 1. Preis gemacht, wovon ich ehrlich gesagt etwas überrascht war. Das ganze hab ich nur per Zufall erfahren, ein paar Tage vor der Ausstellung der Siegerbilder hat man mir das immerhin auch mal offiziell mitgeteilt. Ich hab den Anlass jedenfalls genutzt, nach Berlin zu fahren und mir das da anzuschauen, einige neue Wikipedianer kennenzulernen und gute Freunde zu besuchen. Es waren ein paar nette Tage dort, zumal das Wetter in Berlin deutlich besser war als in München. Und auf der Rückfahrt hat mich netterweise MaHa bis Bamberg begleitet, da war die Fahrt doch recht kurzweilig.

Dieser Tage ist außerdem noch der Libretto mit den Studienpapieren fürs kommende Semester im Briefkasten gewesen. Soweit alles normal, nur kommen jetzt eben auch Studiengebühren auf mich zu. 300 Euro sind es vorerst, zuzüglich der 85 Euro, die bisher schon zu entrichten waren. Das wär das Geld für den Winterurlaub, der ist damit wohl auch gestorben. Zum Glück neigt sich mein Studium so allmählich doch dem Ende zu, allzu lang muss ich das nicht mehr bezahlen.

Da es auf meiner Website bisher noch gar nicht wirklich verlinkt war, hier mal ein Hinweis zu meinem jüngsten Projekt, einer Internetseite über die Münchner U-Bahn:

Da steckt eine Menge Arbeit dahinter, aber die Fotos hab ich zu großen Teilen eh schon gemacht und die Texte sind gleichzeitig auch noch der Wikipedia zugekommen, also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Allerhand anerkennende Mails hab ich ja schon bekommen, jetzt muss ich’s nur noch schaffen, das regelmäßig aktuell zu halten und die Inhalte kontinuierlich auszubauen. Immerhin hab ich mit Boris da schon einen Mitstreiter gefunden 🙂

It’s getting cold

Sonntag, 11. Dezember 2005

Es wird Winter, langsam wird’s auch ziemlich kalt dabei. Nicht mal mehr am Nachmittag gibt’s jetzt Plus-Grade, aber ich gehe trotzdem gleich in die Stadt. Da muss ich mich warm einpacken, hoffentlich find ich meinen Schal…

Heute war Fahrplanwechsel, jetzt darf ich mir erstmal neue Zeiten einprägen. Kaum hatte ich die alten mal richtig im Kopf, wird alles über den Haufen geworfen *seufz*

MVV-Netzplan

Mittwoch, 19. Oktober 2005

Im Dezember wird es wieder eine neue Version des MVV-Netzplans geben, gestern habe ich eine etwas ältere Version gefunden.

Die Aufnahme stammt wohl etwa von 1998/1999 (anhand der vorhandenen Strecken lässt sich das so eingrenzen).

Interessant dabei das Wurmloch auf der S1: am oberen Rand des Planes ist die S1 unterbrochen und nur durch Pfeile ist die Weiterführung angedeutet.

Der Grund dafür ist einfach: früher wurden nicht die gesamten Pläne getauscht, sondern immer nur einzelne Bereiche überklebt (sieht man auf dem Bild auch gut), für die Neufahrner Spange der S1 jedoch ging das nicht. Also hat man sich so beholfen 🙂

Strike!

Donnerstag, 15. September 2005

Heute war es also mal wieder so weit: ver.di lässt München Kopfstehen!

StreikNa ja, ganz so schlimm war es dann zwar doch nicht, aber ver.di hat einen Streik bei der MVG, dem Betreiber von U-Bahn, Tram und der Mehrzahl der Buslinien im Stadtgebiet angezettelt. Es fuhren lediglich die Busse der privaten Unternehmer in einem eilig zusammengezimmerten Notnetz, das aus dem Nachtliniennetz und noch einigen weiteren Linien bestand.

Schon ganz witzig, wenn man einer Frau am Hauptbahnhof erklärt, dass sie nicht mit der U5 zum Lehel kommt, sondern mit der Nachttram, die heute tagsüber und als Bus fährt. Sie hat dann ein Taxi genommen 🙂

Die Ersatzbusse waren teilweise proppenvoll und teilweise fast leer, da war die Vorhersage der Auslastung offenbar nicht so gut gelungen. Die Linienführungen waren teilweise auch recht kreativ, da die Busfahrer vermutlich zum ersten Mal auf den Strecken gefahren sind, die ja zu guten Teilen an sich von Trams bedient werden. Da hat man auch gemerkt, dass ein schienengeführtes Verkehrsmittel teilweise einfach Vorteile hat, das kommt um viel engere Kurven auch noch mit langen Fahrzeugen rum, ohne irgendwo anzuecken.

Wie vor knapp 3 Jahren beim letzten Streik blieb das wirklich große Chaos auch dieses Mal aus, der Straßenverkehr war dichter als normal, die S-Bahn voller als sonst und die Rad- und Fußwege regelrecht überfüllt, aber der gemeine Münchner (homo monaciensis) lässt sich von sowas doch nicht unterkriegen. Wo kämen wir denn da hin, wenn man sich von den Roten ins Boxhorn jagen lassen würde 🙂

Bahnfahren statt Auto

Dienstag, 30. August 2005

Ich habe ja schon seit gut 4 Jahren kein eigenes Auto mehr und tätige meine größeren Fahrten deswegen mit Bahn oder fremden Autos, was bisher eigentlich auch immer ganz gut funktioniert hat, in der Stadt fahre ich eh U-Bahn, S-Bahn, Bus, Tram oder gleich mit dem Rad.

Gerade habe ich bei n-tv.de einen interessanten Artikel gelesen: seit 2002 gibt es in Belgien eine Aktion, bei der eine Familie ihr Auto gegen Jahresfahrkarten der öffentlichen Verkehrsbetriebe eintauschen kann. Wenn man das Zweitauto abgibt, bekommt man eine 3-Jahreskarte für sich selbst, wenn es sogar das einzige Auto ist, sogar für die ganze Familie.

So erstaunlich die Aktion an sich schon ist, noch erstaunlicher ist ihr Erfolg: 30.000 Familien sind dem Angebot bisher gefolgt. In Deutschland würde ich sowas irgendwie für undenkbar halten, dafür lieben die Deutschen ihr "Heilig’s Blechle" doch viel zu sehr.

Hätte es doch nur vor 4 Jahren so eine Aktion gegeben, ich hätte meinen Polo liebend gerne eingetauscht 🙂


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